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Benno der kleine, rote Ball



Der kleine Ball Benno fühlt sich heute nicht so gut. Es ist, als würde er etwas vermissen, das er gar nicht kennt. Andere Bälle können es nicht sein, schließlich sind sehr viele andere Bälle dort, wo er ist. Die meisten von ihnen sind allerdings sehr viel größer als er. Die anderen sind oft auch bunter. Doch das ist Benno egal! Hier im Regal des Spielzeuggeschäftes fühlt er sich einfach nicht wohl.
Eines Tages steht ein Junge mit seiner Mutter vor ihm und staunt: „Guck mal Mama, das ist aber ein schöner Ball!“ Die Mutter schaut sich Benno genau an und antwortet dann: „Da hast du recht! Möchtest du gern so einen solchen Ball haben, Markus?“
„Jaaaaa!“,  antwortet Markus sofort.

Der Junge greift zielsicher nach Benno! Auf dem Weg zur Kasse beginnt Markus damit, Benno auf dem Boden aufprallen zu lassen. Benno ist darüber total erschrocken, es tut ihm auch etwas weh. Dennoch ist Benno der kleine, rote Ball komischerweise erleichtert.

Als Markus mit seiner Mutter und seinem neuen Ball nach Hause kommt, möchte er natürlich sofort nach draußen gehen, um damit zu spielen. Seine Mutter kann das gut verstehen und erlaubt es ihrem Sohn natürlich auch.

Draußen auf der Wiese geht Markus nicht gerade nett mit Benno um. Der Junge tritt Benno oft und schießt in gegen den einzigen Baum im Garten. Manchmal wirft Markus seinen neuen Ball auch einfach nur so herum. Das gefällt Benno natürlich nicht, weil es ihn schmerzt. Er weiß allerdings auch, dass er dieses neue Gefühl der Freiheit nicht wieder gegen das Regal im Spielzeuggeschäft eintauschen möchte.

Nach einiger Zeit kommen auch andere Kinder, Freunde von Markus, zu Besuch und wollen mit Benno spielen. Das bedeutet für Benno, den kleinen roten Ball, dass er noch mehr getreten, geworfen und geschossen wird.

Für Markus jedoch, ist es ein schöner Tag, der abends damit endet, dass seine Mutter ihn liebevoll ins Kinderbett bringt. Doch Markus kann noch lange nicht schlafen, immerzu muss er an das Ballspielen mit seinen Freunden denken. Als er fast schon schläft, hört er eine Stimme aus seiner Spielzeugkiste fragen: „Warum werde ich von dir und deinen Freunden so oft getreten?“
Markus erschreckt sich sehr! Dann wiederholt die Stimme die Frage. „Warum werde ich von dir und deinen Freunden so oft getreten?“
Markus bemerkt, dass es sein neuer Ball sein müsse, der mit ihm spricht. „Bist du der Ball?“, fragt er daraufhin in sein Kinderzimmer hinein. „Ja!“, antwortet Benno sofort und sagt außerdem: „Mein Name ist Benno!“

Markus ist immer noch erstaunt über den sprechenden Ball, aber er erklärt Benno, dass es ihm und seinen Freunden sehr viel Spaß macht mit ihm zu spielen. Er verspricht seinem neuen Spielzeug jedoch, in Zukunft mehr Rücksicht zu nehmen. Benno gefällt das natürlich sehr. Die beiden beschließen daraufhin Freundschaft zu schließen.
Mit diesem schönen Gedanken kann Markus dann auch schnell und beruhigt einschlafen—natürlich handeln seine Träume in dieser Nacht von Bällen.

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